Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken bundesweit etwa 50.000 Frauen an Brustkrebs, für Nordrhein-Westfalen bedeutet das etwa 10.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Nicht wenige Frauen, die an Brustkrebs sterben, sind jünger als 40 Jahre. Bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren ist Brustkrebs die Todesursache Nummer eins unter den bösartigen Erkrankungen.

2002 erfolgte die Zertifizierung des gemeinsamen Brustzentrum für die Stadt und den Kreis Düren von St. Marien-Hospital Düren und Krankenhaus Düren.

Das Brustzentrum Düren erfüllt die auf europäischem Standard liegenden hohen Anforderungen Die wesentlichen Elemente sind:

  • hohe Qualifikation aller an der Behandlung Beteiligten
  • Orientierung an den Bedürfnissen der Patientinnen, insbesondere durch bessere Information und Beteiligung am Behandlungsprozess
  • Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen, besonders durch die wöchentlich stattfindende Fallkonferenz (abwechselnd in den beiden Krankenhäusern), in der die Fachleute jeden Fall einzeln besprechen und ein individuelles Behandlungskonzept festlegen.
  • Therapieverfahren, die sich an den aktuellen und einheitlichen Leitlinien orientieren
  • professionelles Qualitätsmanagement
  • jährlich stattfindende Patientinnenbefragung (über die Universität Köln)

Die Qualitätsverbesserungen haben dazu geführt, dass in den vergangenen 10 Jahren der Anteil der brusterhaltenden Operationen in Düren auf  75% der Fälle erhöht werden konnte.

Die Vorstellungen der Patientinnen im Brustzentrum Düren erfolgt über die niedergelassen Gynäkologinnen  und Gynäkologen. Ein regionales Netzwerk verbessert die Kommunikation zwischen ärztlichen, psychosozialen und weiteren Spezialisten.  Wöchentlich findet im St. Marien-Hospital ein fachübergreifender Austausch zwischen Ärzten der Gynäkologie und Onkologie, Pflegepersonal sowie Mitarbeitern der physikalischen Therapie, des Sozialdienstes und der Seelsorge statt. Die notwendigen medizinischen Entscheidungen werden interdisziplinär ebenfalls wöchentlich in einer fallbezogenen Tumorkonferenz getroffen.  An der Besprechung nehmen Ärzte aus den Fachbereichen Gynäkologie, Onkologie, Strahlentherapie und Pathologie teil. Innerhalb der Tumorkonferenz finden jährlich sechs zertifizierte Fortbildungen statt. Darüber hinaus veranstaltet das Brustzentrum Düren in jedem Jahr zwei größere Fortbildungen mit externen Referenten.

Das Brustzentrum Düren kooperiert mit der Praxis für Strahlentherapie  und dem Institut für Pathologie (beide am Krankenhaus Düren), der Praxis für Humangenetik Dr. Lemmens (Aachen) und Selbsthilfegruppen. Darüber hinaus arbeitet das St. Marien-Hospital noch mit der Universitäts-Frauenklinik Düsseldorf sowie der Frauenklinik und dem Institut zur Wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren der Universität Köln zusammen. Ziel ist die bestmögliche Versorgung und Betreuung von Frauen mit Brustkrebs unter Einbeziehung aller notwendigen medizinischen und sozialen Institutionen. Das Brustzentrum ist auf der Grundlage europäischer Standards und Leitlinien tätig.

Durch die frühzeitige Erkennung und Anwendung standardisierter, gleichzeitig aber individuell abgestimmter Therapiekonzepte konnten die Heilungschancen und die Lebensqualität der  betroffenen Frauen deutlich verbessert werden. Niedergelassene Ärzte sind herzlich eingeladen, an den Tumorkonferenzen teilzunehmen und ggf. eigene Patientinnen vorzustellen.

Medizinische Details zu Diagnose und Therapie des Mammakarzinoms können unter "Medizinische Schwerpunkte - Brustkrebs" eingesehen werden.